top of page

Umsetzung

Ideen werden erst durch konkrete Realisierungen wirklich wertvoll. Die hier geschilderten Modelle sind Vorschläge und dienen als Grundlage für die Debatte. Die Modelle erfüllen unterschiedliche Zwecke, basieren jedoch alle auf der Idee, dass Personen in der Schweiz freiwillig zusätzliche Gelder an staatliche Organisationen abtreten. 

Die vielfältige Schweiz lebt. Sie lebt auch von mutigen Ideen, die uns herausfordern und weiter bringen. Lass auch du dich herausfordern.

ChatGPT Image Dec 9, 2025, 10_49_09 AM_e

DAS MOBILIAR-MODELL

Die meisten von uns kennen die Zeile auf der Abrechnung der Mobiliar: "Dank gutem Geschäftsverlauf schenken wir Ihnen XY CHF". So ähnlich würde in diesem Modell bei gewissen Personen auf der Schlussabrechnung der Steuern stehen: "Dank Spenden erhalten Sie XY CHF zurück". 

Wo?

Ein Feld am Schluss der Steuererklärung: „Ich will einen zusätzlichen Solidaritätsbeitrag leisten“.

 

Wer?
Natürliche und juristische Personen können einzahlen, wodurch einer definierten Einkommensklasse (z.B. 25 bis 35 000 CHF) ein Teil der Steuerschuld auf Bundesebene getilgt wird. 

Alternativ sind auch negative Einkommenssteuern für die unterste Einkommensschicht (z.B. 0 bis 10 000 CHF) denkbar.

 

Transparenz

Die Einnahmen werden transparent veröffentlicht, wodurch die Spendenden profitieren, weil sie sich durch die Anwesenheit auf der Liste profilieren können. 

Es besteht die Möglichkeit, zwischen einer anonymen Spende und einer namentlichen Nennung zu wählen.
Anonyme Einzahlungen werden beschränkt auf max. 100 000  CHF pro Jahr und Person.

 

Auswirkungen
Es entstehen keine zusätzlichen Steuereinnahmen (auf zwei Jahre hinaus gesehen).

DAS LOKALE PROJEKT-MODELL

Kein Staat der Welt ist so föderalistisch organisiert wie die Schweiz. In diesem Modell können Personen für lokale Projekte spenden, welche vom jeweiligen Gemeinde- oder Stadtrat definiert wurden. 

 

Wo?

Freiwillige Multiple-Choice-Wahl am Schluss der Steuererklärung: „Ich will einen zusätzlichen Solidaritätsbeitrag für Projekt X leisten“. 

Wer?
Projekte werden vom Gemeinderat/Stadtrat jedes Jahr definiert. Z.B. ein neues Schulhaus oder eine neue Strasse. 
Sowohl Unternehmen wie auch Privatpersonen können für diese Projekte spenden. 
Steuerbremse: Spendende können wählen, ob der Betrag zusätzliches Geld für den Ort darstellt, oder ob der Gemeinde/Stadt sie kompensieren soll. Die Kompensierung geschieht so, dass alle natürlichen Personen in der Gemeinde-/Stadtrat gemäss umgekehrter Steuerprogression einen Betrag zurückerhalten. 

Transparenz
Transparenz und Profilierung analog „Mobiliar-Modell“: Die Einnahmen werden transparent veröffentlicht, wodurch die Spendenden profitieren, weil sie sich durch die Anwesenheit auf der Liste profilieren können. 

Es besteht die Möglichkeit, zwischen einer anonymen Spende und einer namentlichen Nennung zu wählen.

Anonyme Einzahlungen werden beschränkt auf max. 100 000 CHF pro Jahr und Person.

Auswirkungen

Kurz- und mittelfristig können dadurch tatsächlich zusätzliche Steuereinnahmen generiert werden.

Nebst den finanziellen Auswirkungen kann das Modell als Meinungsbarometer für die Politik dienen und gibt dem Volk ein gewisses Mass an Mitbestimmung. 

DAS FIEBERMESSER-MODELL

In diesem Modell gibt es die Möglichkeit, die Spende einem bestimmten Ausgabebereich wie z.B. Bildung, Militär oder Verkehr zuzuordnen. So hätten Spenden nicht nur den Zweck der effektiven Einnahmen, sondern könnten auch als wertvolles Fiebermesser für die Politik dienen.

 

Wo?

Freiwillige Multiple-Choice-Wahl am Schluss der Steuererklärung: „Ich will einen zusätzlichen Solidaritätsbeitrag für Ausgabebereich X leisten“. 

 

Idee
Spendende können einen Ausgabebereich wählen, für welchen gespendet werden soll (z.B. Bildung, Gesundheit, Verkehr und Nachrichtenübermittlung etc.). 
Das Geld wird für diesen Bereich auf Bundesebene verwendet. Vorstellbar wäre auch, dass Spendende gewisse Bereiche ausschliessen können statt sie auszuwählen. 

 

Transparenz
Transparenz und Profilierung analog „Mobiliar-Modell“: 
Die Einnahmen werden transparent veröffentlicht, wodurch die Spendenden profitieren, weil sie sich durch die Anwesenheit auf der Liste profilieren können. 

Es besteht die Möglichkeit, zwischen einer anonymen Spende und einer namentlichen Nennung zu wählen.

Anonyme Einzahlungen werden beschränkt auf max. 100 000 CHF pro Jahr und Person.

Auswirkungen

Steuerbremse: Spendende können wählen, ob der Betrag zusätzliches Geld für den Bund darstellt, oder ob der Bund es kompensieren soll. Kompensation geschieht so, dass alle bei den Bundessteuern gemäss umgekehrter Steuerprogression einen Betrag zurückerhalten. 

Herausforderung

In gewissen Töpfen fallen die allermeisten Kosten nicht auf Bundesebene an (z.B. Bildung).

DAS STIFTUNGS-MODELL

Demokratische Umverteilung ohne Einflussnahme der Spendenden.

Eine private Stiftung übernimmt effektiv die Steuerrechnungen und bezahlt diese direkt für die Empfangenden an den Staat.

Unbürokratische Umverteilung ohne Einmischung von privaten oder staatlichen Interessen. 


Wo?

Private Stiftung.

 

Wer?

Natürliche und juristische Personen zahlen an Stiftung. 

Wer Gelder empfangen möchte, meldet sich bei der Stiftung. 
Die Stiftung übernimmt dann die Einkommenssteuern von möglichst vielen Empfangenden, welche die Kriterien erfüllen. 
Kriterien:
    •    In den letzten drei Jahren ein steuerbares Einkommen von höchstens 30 000 CHF
    •    Kein Vermögen über 100 000 CHF in der engeren Familie


Nachteil

Die Unterste Einkommensklasse kann ohne negative Einkommenssteuern nicht berücksichtigt werden, weil sie keine Steuern bezahlt.

DAS IMPACT-INVESTITIONS-MODELL

Dieses Modell anerkennt einerseits, dass anzunehmen ist, dass Spenden gegenüber dem Staat bis auf Weiteres nur für eine Nische von Personen in Frage kommen und andererseits, dass Investitionen elementare Kräfte unseres derzeitigen Wirtschaftssystems sind. Mit diesem Modell fördert der Staat Investitionen, die dort ankommen, wo wir sie benötigen - für Wirtschaftsförderung und Umweltschutz mit klaren Kriterien und demokratischer Einflussnahme durch das Volk.

 

Wo?

Ein Feld am Schluss der Steuererklärung: „Ich will zum Impact-Investor werden“. 
Gelder fliessen in einen öffentlichen Impact-Fonds auf Bundesebene. 

Wie?

Der Staat investiert in Risikokapital für Unternehmen und Projekte nach SDG*-Kriterien. Der Staat übernimmt bei Misserfolg die Verluste. Im Erfolgsfall geht ein definierter Teil der Rendite an die investierende Person (z.B. 3%), ein Teil zum Bund (Rest). 

Die allfällige künftige Rendite kann entweder einbezogen oder dem Staat gespendet werden. 

Wer?

​Natürliche und juristische Personen.​

Transparenz

Es besteht hier keine Möglichkeit, anonym zu investieren. Lediglich die Spenden können anonym getätigt werden.

Die Investitionen sollten gedeckelt werden, z.B. bei 1 Mio. CHF.

*SDG=Sustainable Development Goals. Die Nachhaltigkeitsziele der UNO gehen über reinen Umweltschutz hinaus und setzen Frieden sowie das Wohlergehen von Mensch und Planet als zentrale Leitlinien.

bottom of page